Gala

Auto gut - alles gut (2014)

Auto gut – alles gut

Volkstheater: Mönchberger Gesetzbücher bringen neuen Dreiakter auf die Bühne – Premiere am 22. März im Pfarrheim.


Mönchberg: Ab 22.März ist in Mönchberg wie jedes Jahr saftiges Volkstheater mit bestem Unterhaltungswert garantiert. Dann nämlich steigt die Premiere des neuen Stücks der Mönchberger „Gesetzbücher“. „Auto gut – alles gut“ heißt der Dreiakter von Claudia Ott, den Anita Keller intensiv um- und „ihren“ Akteuren wieder mal auf den Leib geschrieben hat.

Bühne zweigeteilt

Dass das Hochdeutsche der Vorlage dem „Mönchbergsound“ weichen musste, wird wieder einer der Erfolgsgaranten sein – das lässt schon ein Probenbesuch im Pfarrheim ahnen. Die Bühne ist diesmal zweigeteilt und zeigt zwei Wohnungen vor einem idyllischen Naturpanorama. Links residiert der „Schoppeclub“. Ulli Ramscher (Marco Motzel) hat immer wieder seine Freunde zu Gast und dann geht es feuchtfröhlich zu. Allerdings muss sich Ulli auch immer wieder ärgern, denn sein Kumpel Simon (Reinhold Keller) kann seinen Mund nicht halten und hat überall herumerzählt, dass Ulli seit langem eine Beziehung mit Sonja (Nadine Becker), der Tochter seines Nachbarn zur Rechten, Herbert Feuerlein (Gebhard Motzel) und dessen Frau Alma (Alexandra Seufert) hat. Der jähzornige Herbert aber soll das auf keinen Fall erfahren, schließlich hält er Ulli für einen notorischen Faulenzer. Dass das nicht gut gehen kann, dafür sorgen auch Ullis Bekannte Regina (Corina Öhrlein),
Zeitungsbild
Turbulent geht es zu, wenn der Schoppeclub (links) eine Willkommensfeier vorbereitet, und Familie Feuerlein (rechts) noch nicht ahnt, was auf sie zukommt. Zwischen den Fronten – in der Mitte der Briefträger und die tratschsüchtige Nachbarin. Foto: Heinz Linduschka
sein Kumpel Michael (Erich Österlein) und die tratschsüchtige Nachbarin Giesela (Anita Keller). Michaela Goihl spielt Ullis Tante, für die vom Schoppeclub eine Willkommensparty organisiert wird, Mike Grün gibt den Postboten, der mit den Briefen ähnlich viel Arbeit hat wie mit dem Hochdeutschen, und Udo Seufert tritt als Autokäufer Egon Müller auf – eine ganz wichtige Person in einem Stück, in dem sich alles um das Auto dreht und der VW-Käfer von Herbert Feuerlein Kultstatus genießt – mindestens beim stolzen Besitzer.

Gehhilfe auf vier Rädern

Das macht schon zu Beginn eine witzige Szene deutlich, in der Herbert seiner Frau eine Fahrstunde gibt, weil ihr Führerschein für sein Auto natürlich längst nicht ausreicht.
Und die Nachbarin Giesela findet beim eingeschworenen Käferfan ohnehin keine Gnade mit ihrem Daihatsu, dieser „koreanischen Gehhilfe auf vier Rädern“. Sobald sie zwischen den Grünpflanzen auftaucht bekommt sie zu hören: „Was will die Nervesäch denn scho widder?“ Seit September letzten Jahres proben die „Gesetzbücher“ unter der Regie ihres Regisseurs Reinhold Keller intensiv und feilen immer wieder an Gestik, Mimik und Betonung. Keller hat heuer besonders viel Arbeit, schließlich hat er eine der elf Rollen übernommen. Zwei junge Akteure sind zum ersten Mal dabei und ein Probenbesuch macht schnell klar, dass sich Nadine Becker und Corina Öhrlein bei den „Gesetzbüchern“ schon bestens eingelebt haben. Heinz Linduschka

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