Gala

Wer krank ist muss kerngesund sein (2007)
Auszug aus dem Main-Echo vom 06.03.07
" Main-Echo
Chaos in der Arztpraxis: Mit „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ bringen die Mönchberger „Gesetzbücher“ eine weitere turbulente Komödie auf die Bühne. Premiere ist am Samstag um 20Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin.

Von Prostata und Psychopath

Mönchberger „Gesetzbücher“ behaupten: „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ – Premiere am Samstag

Mönchberg. Heuer gibt es ein ganz eindrucksvolles Jubiläum in Mönchberg: Seit 20 Jahren bringen die „Gesetzbücher“ vielen Theaterfreunden Spaß mit lustigen Volksstücken im Dialekt und mit riesiger Spielfreude und herrlichen Typen auf der Bühne. 35000 Zuschauer haben seit 1987 die Aufführungen gesehen und weit über 110000 Euro an die Pfarrei, an den VfL Mönchberg oder für andere gute Zwecke gespendet.
Lustig wird es auch heuer bei den geplanten 13 Vorstellungen wieder zugehen, von denen einige schon fast ausverkauft sind. „Wer krank ist, muss kerngesund sein!“ heißt der kurzweilige Dreiakter von Uschi Schilling, bei dem ein Krankenhaus am Rand des Ortes im Mittelpunkt steht. Das Geschehen ist zu Brüllen komisch wie man es von den „Gesetzbüchern“ seit Jahren gewöhnt ist, und alle Akteure haben viel Erfahrung auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit Anfang Oktober 2006 stehen die neun Schauspieler auf der Bühne, wie immer eindrucksvoll und wirksam von Regisseur Reinhold Keller „trainiert“ und so gut vorbereitet, dass sie eine Woche vor der Premiere schon in Hochform sind. Wem beim Blick auf unsere Gesundheitssystem das Lachen vergangen ist der kann sich in dieser Komödie über Ärzte, Schwestern und Patienten gesund lachen.

Arroganter Oberarzt

Da gibt es den arroganten Oberarzt Dr. Marc Krüger (Gebhard Motzel), der mit den neuen Chefsekretärin Ariane Berger (Daniela Schmitt) so gar nicht zufrieden ist, weil sie ihm nicht attraktiv genug scheint. Die Chefärztin Dr. Wehling (Renate Miltenberger) hat aber noch viele andere Sorgen, sie muss sich um die fehlenden Mandeln der Putzfrau Olga (Eleonore Knapp) kümmern, bekommt gar nicht mit, dass die beiden Schwestern Lisa (Alexandra Seufert) und Senta (Anita Keller) versuchen, dem Oberarzt eins auszuwischen, und muss sich schließlich auch noch mit einem Hypochonder – Erich Österlein spielt diesen Patienten Schnitzler – beschäftigen und versuchen, den Herrn von der Krankenkasse ( Alois Miltenberger) zufrieden zu stellen. Und wie es gar nicht genug Chaos auf der Bühne geben kann, treibt auch noch Manni, ein Patient aus der Psychiatrie (Pascal Thomas), sein Unwesen. Die Dialoge sind gewohnt spritzig und temperamentvoll, „Prostata – die Krankheit kenn ich“ behauptet die Putzfrau Olga, während Schwester Senta schimpft: „Manni, du sabberst!“ Warum Olga eine „Bohnerwachsfigur“ sein soll , welche Rolle eine Überdosis Abführtabletten spielt und was da im Bauch eines Patienten tickt, erfährt nur, wer sich eine der 13 Aufführungen anschaut. Die Premiere gibt es am Samstag, 10 März um 20 Uhr im Pfarrheim Sankt Wendelin. Weitere Aufführungen sind im Mönchberger Pfarrheim und in der VfL-Halle in Mönchberg.

Interessante Antworten

Es gibt aber nicht nur offene Fragen in dieser Komödie – wer genau zuhört bekommt auch ein paar ganz interessante Antworten. Olga weiss „Rache ist süß, sprach der Herr, und erschuf die Frauen“ Und dazu kann man so einiges über Medizin erfahren: „Ein Neurotiker baut Luftschlösser, der Psychopath wohnt drin!“ (Heinz Linduschka)

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